Regionsentwicklung ist eine komplexe Angelegenheit. Im Gegensatz zu betriebswirtschaftlichen Fragestellungen, die oft der Chef alleine entscheidet, sind hier eine Vielzahl an Akteuren (Politik, Bevölkerung, Kammern, Vereine, Unternehmen, Regionalmanager, Regionsberater etc.) und Ebenen (Gemeindeebene, Bezirksebene, Landesebene, der Bund oder die Europäische Union), mit oft unterschiedlichen und auch widersprüchlichen Zielen beteiligt.

Regionsentwicklungsprojekte oder Themen, sofern man diese identifiziert hat, nehmen im Rahmen der Umsetzung deshalb enorm an Komplexität zu, sodass oft nur ein geringer Teil davon tatsächlich umgesetzt werden kann.

Auch herrscht oft keine Einigkeit darüber, wohin sich eine Region entwickeln soll. Es fehlt oft eine Strategie bzw. ein Plan. Die Theorie kann hier Abhilfe schaffen. In der Literatur finden sich unzählige Regionsentwicklungstheorien wie z.B. Standorttheorien, räumliche Mobilitätstheorien oder regionale Wachstums- und Entwicklungstheorien. Eine Theorie stellt dabei ein wichtiges und unverzichtbares Fundament in der Regionsentwicklung dar. Sie reduziert Komplexität, bietet Orientierung und kann Fehler oder Kosten vermeiden.

Eine Theorie, nämlich das Konzept der eigenständigen Regionalentwicklung ist besonders gut für den Raumtyp periphere Region sowie für die aktuelle unsichere und krisenhafte gesamtwirtschaftliche Lage geeignet. Dabei wird auf die lokalen und damit schwehr imitierbaren Potentiale gesetzt. Eine stärkere Nutzung und Weiterentwicklung dieser führt zu sogenanntem „qualitativen“ Wachstum und damit zu einem möglichen räumlichen sozioökonomischen Disparitätenausgleich zu anderen erfolgreicheren Regionen. Die Region wird dadurch weniger von exogenen Schocks (Krisen) getroffen, da vor allem innerregionale Kreisläufe aufgebaut werden sollen.

Dieses Konzept möchte ich oben in der Rubrik näher darstellen und auch weitere Entwickungstheorien in diesem Kontext dem Leser präsentieren.

 

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